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Erste Bille-Untersuchungsergebnisse liegen vor!

Dem renommierten Fischereibiologen Achim Schubert aus Köthel/Stormarn liegen erste Untersuchungs-Ergebnisse zur Bille-Verschmutzung vor. Sie stützen sich auf die in den vergangenen Tagen erfolgten Messungen an unterschiedlichen Stellen der Bille. Jetzt stehen offiziell noch weitere Analysen im Labor des Landessportfischerverbandes Schleswig-Holstein an. Analysiert werden die Wasserproben, welche der Dipl.-Biologe Martin Purps des Landessportfischerverbandes sowie Bürger an mehreren Tagen und Stellen der Bille über insgesamt rund 15 Flusskilometer entnommen haben.

Achim Schubert hat von Martin Purps derzeit folgende Untersuchungs-Ergebnisse erhalten:

  1. Die Behauptung ist falsch, Veränderungen der Wasserqualität der Bille seien auf Ausspülungen von Moorsedimenten infolge von Starkregen (etwa am 13. Juli) zurückzuführen. Ermittelt wurde nämlich, dass die jetzt festgestellte Wasserverschmutzung nicht infolge eines Eintrags von Huminstoffen bzw. Bodenstoffen in die Bille hervorgerufen wurde. Damit ist eine Verursachung der aufgetretenen Wasserverschmutzung durch Moor-Rückstände, etwa aus dem Linauer Moor, ausgeschlossen.
  2. Durch sog. Leitfähigkeitsmessungen an mehreren Stellen in der Bille ist nachgewiesen worden, dass Schadstoffe oberhalb von Köthel in die Bille gelangt sein müssen.
  3. Noch am 23. Juli wies die Bille in Höhe „Alter Bahndamm“ vor Trittau einen Sauerstoffgehalt von lediglich 2,83 mg/l aus. Dieser Wert liegt unterhalb der wissenschaftlich gesicherten Mindestgrenze von 3,0 mg/l. Festgestellt wurde der „fatale Wert“ von 2,83 mg/l zehn Tage nach dem Starkregen vom 13. Juli; er bedeutet „unweigerlich Fischsterben“, was bekanntlich auch in Köthel festgestellt wurde. Befürchtet wird nun, dass besonders die Bestände an Bachforellen, Flussmuscheln sowie der gefährdeten und schützenswerten Mühlkoppen in der Bille geschädigt sind. Ergänzende Untersuchungen des Flussgrundes bzw. der dort durch die Verschmutzung abgelagerten Schadstoffe sind anzuraten.
  4. Am 25. Juli wurde am Wehr in Höhe Grander Mühle, also am Billeverlauf unterhalb von Trittau, noch immer ein Sauerstoffgehalt unter 3,0 mg/l  festgestellt. Hingegen ergaben neue Proben oberhalb der Grander Mühle eine leichte Verbesserung des Sauerstoffgehalts der Bille (4,0 mg/l am „Alten Bahndamm“ vor Trittau), nachdem es erneut heftig geregnet hatte. Daran erkennbar ist, dass es sich nicht nur um ein auf Köthel begrenztes Problem handelt.
Durch aktuell noch ausstehende Analysen der Wasserproben sollen in Kürze auch die genaue Zusammensetzung sowie die jeweiligen Mengen der Schadstoffe ermittelt werden. Dann kann sich anhand der vollständigen Analyseergebnisse sagen lassen, ob die Verschmutzung durch die Einleitung von Gülle, Jauche oder andere Schadstoffe entstanden ist. Bis dahin werden wohl noch einige Tage vergehen, erklärte Schubert abschließend.            

26.07.2014 - Dr. Frank Kieper (Freier Journalist im DJV Hamburg), Tel. 0176 56888987 

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