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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Köthel am 19.01.2018

Ein Eintrag in den persönlichen Terminkalender erinnert mich daran, dass heute, am 19.01. die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Köthel stattfindet.

Also hin zum Ort des Geschehens, dem Landgasthof Stamer in Hohenfelde, aus naheliegenden Gründen auserkoren.

Der Veranstaltungsraum ist reichlich gefüllt mit blauuniformierten Menschen. An der hinteren Stirnseite der Aktivenvorstand breit aufgestellt. Dahinter in kompakter Anordnung der Feuerwehrmusikzug aus Trittau, bestens ausgestattet mit Bläserinnen und Bläsern. Linker Hand der lange Tisch für die Vertreter der Jugendfeuerwehr, rechter Hand entsprechend für die Aktiven. Dahinter zwei Sitzblöcke mit betont zivil gekleideten Personen, überwiegend im reifen Alter, Fördermitglieder.

Nach einer Erstversorgung, vielleicht für einige auch schon Zweitversorgung, mit Getränken durch das erfreulich aufmerksame Wirtspersonal und dem ausklingenden Bläservorspiel gehts straff an die Tagesordnung.

Eric Mysliwietz, Wehrführer Köthels seines Zeichens, richtet Begrüßungsworte an Bürgermeister/in, Wehrführer aus den benachbarten Amtsgemeinden (Grande hat so einen „Hansi Hinterseer“, da schau her. Feuerwehrleute können auch Herzen höher schlagen lassen.), an die Delegierten der Jugendfeuerwehr, an diverse Sponsoren etc..

Am Ende wird unseres im letzten Jahr verstorbenen Gastwirtes, Gerd Reimers, gedacht.

Anschließend folgt die Abklärung der protokollarischen Dinge.

Die Bürgermeisterin von Köthel Stormarn, Silke Mysliwietz und Timm Peters, Bürgermeister von Köthel Lauenburg, ergreifen nacheinander das Wort und heben das hohe ehrenamtliche Engagement der Mitglieder aller Feuerwehrsektionen hervor und rücken den charakterbildenden Einfluss dieser wahrlich zeitintensiven und nicht ungefährlichen Arbeit in den Blickpunkt. Auch Pastor Rausch findet Gelegenheit, die kulturelle Bedeutung und den solidarischen Beitrag der Feuerwehrsektionen zu würdigen.

Einige besorgniserregende Aspekte spricht der stellvertretende Amtswehrführer Mertinkat an, darunter die Zuständigkeitserweiterung der Leitstelle, die zunehmenden Angriffe auf Einsatzkräfte und Fahrzeuge, den deutlichen Anstieg der Einsätze infolge des Klimawandels.

Zwischen den Tagesordnungspunkten immer wieder schmissige Marschmusik, hat wohl Tradition bei der Feuerwehr, aber auch nen schwungvollen Wiener Walzer, „ An der schönen blauen Donau“ meine ich zu erkennen. Dann fallen alle Traditionshüllen und der Musikzug intoniert lustvoll „Smoke on the water“ von Deep Purple, zur Freude vieler.

Es folgt der Bericht des Wehrführers Eric Mysliwietz, sehr ausführlich. Deshalb werde ich den Anspruch auf Vollständigkeit beim Protokoll abladen.

Durch die Schließung von Burmeisters Gasthof sind einige Gruppen (Skatklub, Gymnastik der Frauen, Tischtennis und Sparklub) heimatlos geworden, Einige davon sind interimsmäßig im Gerätehaus untergekommen und einige haben andernorts Alternativstandorte gefunden.

Es gibt jetzt einen Funkwart und Sicherheitsbeauftragten.

Als neue Pressewartin ist jetzt Steffi D. ins Amt gewählt. Sie hat sich durch die gekonnte Gestaltung der feuerwehreigenen Internetseite für diese Aufgabe eindrucksvoll empfohlen.

Im September wurden die neuen Funkgeräte in die Fahrzeuge eingebaut.

Zum ersten Mal trat Köthel mit einer eigenen Frauenmannschaft zum Wettbewerb auf der Insel Poel an.

Nachdem die Ereignisse des rückliegenden Jahres referiert und der Veranstaltungsausblick auf das kommende Jahr geleistet wurde, folgt eine genaue Darlegung der letztjährigen Einsätze durch den stellvertretenden Wehrführer Thomas Kock, aus der Wasserrohrbrüche, Oelspurbeseitigungen und Sturm bedingte Baumbeseitigungen die Hitliste der Einsätze anführen.

Auch gibt er einen Einblick in den aktuellen personellen Stand der Feuerwehrsektionen, bei dem die hohe Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr auffällt, 28 an der Zahl, darauf wird noch einzugehen sein. Nach Danksagungen an die Mitglieder schließt Thomas mit dem Wunsch auf Einsatzrückkehr ohne Verletzungen und gesundheitliche Schäden seine Ausführungen ab.

Der Kassenbericht ergibt einen positiven Saldo. Es ist gut gewirtschaftet worden. Dem Vorstand wurde, in öffentlicher Abstimmung, die Entlastung erteilt.

Jetzt tritt Marcus Grosser auf, Jugendwart der Jugendfeuerwehr mit seinem sehr detaillierten Jahresbericht, der zahlreiche unterschiedliche interessante Aktionen aufweist. Die Art seiner Darstellung zeigt die Freude und Hingabe mit der Marco seine Aufgabe annimmt. Seine zum Teil sehr persönlichen Einlassungen zu den ihm anvertrauten Jugendlichen spiegelt den Stolz auf seine Mannschaft und das genaue Augenmerk auf jede einzelne Person wider. Marco lebt sein Engagement und bezieht seine Familie mit ein. Aus meiner Sicht offenbaren sich hier zwei wesentliche Gründe für den starken Personalstand der Jugendfeuerwehr in Köthel. Marcos absolute Hingabe an sein Amt machen ihn glaubwürdig als Vorbild. Das Engagement für dies wichtige öffentliche Amt findet Rückhalt in der eigenen Familie. Dies wurde noch bei weiteren Familien am Abend offensichtlich.

Da dieser Teil ein bisschen dauert scheint sich bei einigen Senioren ein Hungerödem anzukündigen, so dass sie Gefahr laufen, die bis dahin aufrecht gehaltene Disziplin zu durchbrechen.

Nun tritt er auf, ein Mann wie eine Eiche, Ralf Funk. Deutlich vernehmbar spricht er über die Personalentwicklung und Altersstruktur bei den First Respondern. Die Verjüngungsbestrebungen bewertet er positiv und beschreibt die jungen Mitglieder als motiviert und schnell, wodurch sie mangelnde Erfahrung gut ausglichen. 12 aktive Mitglieder gäbe es zur Zeit.

Es geht an die Beförderungen.

Hagen Tummescheit, das ist der, der am Spieleabend für die Schweineteile sorgt, vom Hauptfeuerwehrmann zum Löschmeister befördert. Anschließend erhält er für 25 jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr sozusagen die silberne „Hochzeitsehrennadel“.

Martin Kraft in seiner Eigenschaft als Gruppenführer zum Hauptfeuerwehrmann 3 Sterne

Florian Rickert nach Teilnahme an diversen Lehrgängen zum Oberfeuerwehrmann. Florian hält später in freier Rede eine bemerkenswerte persönliche Danksagung.

Lina Peters wird durch den stellvertretenden Amtswehrführer in die aktive Feuerwehr übernommen, in einem Akt, der in großer Ernsthaftigkeit die Aufgaben und Verpflichtungen verdeutlicht, die damit verbunden sind.

Timm Peters offenbart Zukunftsaussichten für eine neue Gaststätte in Köthel.

Lars Peters bewirbt die Anschaffung eines Navigationsgerätes für die Einsätze und bittet um Spenden.

Eine Gedenkminute gilt den beim letzten Sturmeinsatz tödlich verunglückten 3 Feuerwehrleuten in Deutschland.

Den offiziellen Teil beendet das gemeinsame Singen der ersten Strophe des Schleswig-Holstein Liedes. Das heutzutage etwas schwerblütig anmutende Lied ist nur vor dem historischen Hintergrund der Geschehnisse im 19. Jahrhundert nach den napoleonischen Kriegen zu sehen, als im heutigen Schleswig-Holstein der Widerstand gegen den Versuch des Dänischen Reiches, Schleswig von Holstein durch unterschiedliche Verfassungen zu trennen und fest ins Dänische Reich einzugliedern, auf breiten Widerstand in Schleswig und Holstein führte. Dass es bei diesem Lied einem Westfalen schon mal die Stimmbänder beschlägt ist nachvollziehbar.

Nach dem Lied kommt die Krönung.

24 stündig gegartes Schwein in Ciabatateig mit Salaten, verschiedenen Dips samt sehr ansprechenden Fritten. Herz, was willst du mehr. Auch der Aufstand der Ü 70 er ist damit abgewehrt. Stamers Gasthof hat sich an diesem Abend eine klare Weiterempfehlung verdient.

Boy Bendixen, 30.01.2018